Lernformen im Segelsport
Lernen ist ein aktiver Prozess, der eine dauerhaft und relativ stabile Verhaltensänderung in Bezug auf Wissen und Können hervorruft. Dabei werden Einstellungen und Gewohnheiten aufgrund von Erlebnissen, Erfahrungen und Einsicht überdacht. Sport kann dabei hilfreich sein, die Entwicklung des Sportlers/der Sportlerin zu fördern und seine/ihre Entfaltung der eigenen inneren Kräfte zu unterstützen.
Der Sport kann für Kinder und Jugendliche eine wichtige Hilfe sein, in einer Lebensphase der Unsicherheit, sowohl in Bezug auf die eigene Körperlichkeit als auch über das eigene Können oder über den sozialen Status der eigenen Person, Orientierung zu finden.
Lernen beschränkt sich nicht nur auf kognitive und intellektuelle Leistungen, sondern umfasst auch im Sport relevante Lernformen, wie affektives und emotionales, soziales und motorisches Lernen. Beispielsweise spielen Aggressionen und Leidenschaften im Sport eine zentrale Rolle. Der Umgang und die Verarbeitung von Affekten wie Gefühlen und Empfindungen werden daher entsprechend erlernt. Sportler/innen müssen lernen, mit Aggressionen, Frust und Niederlagen, aber auch mit Erfolg umzugehen. Auch Fertigkeiten wie der soziale Umgang mit Mitmenschen kann anhand einer Sportart geschult werden. Letztendlich spielt auch das Erlernen von motorischen Fähigkeiten eine grundsätzliche Bedeutung im Sport. Durch sie können bestimmte Sportarten erst ausgeübt und die Wahrnehmungen des eigenen Körpers empfunden werden.
Für die kindliche Entwicklung spielen diese Erfahrungen eine bedeutende Rolle, da Kinder und Jugendliche stets Gelegenheiten suchen, ihr Weltbild an der Wirklichkeit zu überprüfen, um es gegebenenfalls zu modifizieren. Lernerfahrungen, die nicht durch abstrakte Informationen- sondern durch aktive Erfahrungen erlangt werden, bleiben oft ein Leben lang hängen.
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Allgemeine Lernformen im Sport
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Im Sport kann man sich ausleben, man kann sich in gewisser Weise auch gehen lassen, seinen Gefühlen und seinen Bewegungen freien Lauf lassen.
Nicht zuletzt spielt auch das Kennenlernen des eigenen Körpers durch eigene Bewegungen aber auch durch die persönlichen Fähigkeiten beim aktiven Sporttreiben eine wichtige Rolle. Körperidentität wird als eine wichtige Grundlage personaler Identität angesehen. Körpererfahrungen bezeichnet allgemein die Summe der Wahrnehmungen und Empfindungen, die mit dem Körper und über körperliche Bewegungen aufgenommen werden. Dazu zählen nicht nur Empfindungen über Körperproportionen, sondern auch ein Gefühl für die Intensität und den Umfang von Bewegungen, von Kraft, Geschicklichkeit und körperlicher Leistungsfähigkeit und Wahrnehmung des Körpers insgesamt. Auch zählen grundlegende persönliche Fähigkeiten wie Können und Nichtkönnen, Störbarkeit und Anfälligkeit des Körpers, Belastungs- und Leistungsfähigkeit, Körpererfahrungen der Befindlichkeit, Ermüdung, Anstrengung, Entspannung und Erholung dazu. Pädagogische Werte körperlicher Erfahrungen wie das Erleben von körperlichem Wohlbefinden, Genießen einer angenehmen Situation, aber auch im Aushaltekönnen einer schmerzlichen Belastung bzw. Situation, sich anspannen und entspannen können, sind nicht nur hilfreich im Sport, sondern auch eine gute Lebensschulung im täglichen Leben. Folglich kann ein Sportler/eine Sportlerin nicht nur besser mit seinem/ihrem Körper umgehen, sondern sich überdies auch selbst besser und angemessener einschätzen.
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Der Sport ist ein ideales Feld zu lernen, solch emotionales Erleben von Sieg und Niederlage, von Jubel, Enttäuschung, Zorn und Aggression zu verarbeiten.
Der Sport bietet Gelegenheiten, Aggressionen und Leidenschaft sowohl auszudrücken als auch zu kontrollieren. Die Faszination des Sports liegt darin, dass er den einzigen Bereich des gesellschaftlichen Lebens in unserer Zeit darstellt, in dem körperliche Aggression erlaubt und sogar nötig ist. Aber gleichzeitig verlangen die Regeln des Sports auch Disziplin und Kontrolle.
Personale Erfahrungen hängen sehr stark mit den körperlichen Erfahrungen zusammen. Körpererfahrungen bei hoher Belastung, aber auch bei Verlust an Leistungsfähigkeit sind Erfahrungen, bei denen Sportler/innen an Begrenzungen und Möglichkeiten stoßen. So kann beispielsweise die Erfahrung eines Mehr an Bewegungskönnen ein Gewinn an Sicherheit und Zutrauen zu sich selbst bedeuten. Im Kindes- und Jugendalter, in dem die Grundlage für die Persönlichkeitsentwicklung gelegt wird, sind personale Erfahrungen von besonderer Bedeutung und ermöglichen den Aufbau einer realistischen Selbsteinschätzung. Kinder und Jugendliche, die zu wenige oder ungeeignete Bewegungsmöglichkeiten haben, nehmen die Welt nur eingeschränkt durch Bewegen, Erleben, Erfahren und Erobern wahr.
In anspruchsvollen Sportarten muss man sich über längere Zeit konzentrieren können. Das Erlernen und Üben von ausdauernder Konzentration gehört daher zu wichtigen kognitiven Fähigkeiten und können über Sieg oder Niederlage in der jeweiligen Sportart entscheiden. Erfahrungen wie der richtige Umgang mit Gefühlen wie Sieg und Niederlage, Ordnung und Unordnung, Spannung und Aufregung, Selbstständigkeit und Abhängigkeit können durch sportliche Bestätigungen gemacht werden.
Durch selbstgesetzte Ziele des Sportlers/der Sportlerin und den damit verbundenen Aufwand an Übung und Training diese gesteckten Ziele zu erreichen, wird eine positive, aber vor allem ausdauernde Lernhaltung geschult, die in unserer Gesellschaft zunehmend mehr verlangt wird. Sportler/innen entwickeln so nicht nur Ehrgeiz, sondern lernen nebenbei eine präzise Selbsteinschätzung. Diese ist von großer Bedeutung für den Aufbau des Körper- und Selbstbildes.
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Der Sport bietet in Spiel und Wettkampf, in Gruppen und Vereinen, Gelegenheiten für soziale Erfahrungen, die im Sport direkter erworben werden können als in anderen Lebensbereichen. Gleichzeitig nehmen Kinder und Jugendliche soziale Fähigkeiten, wie Solidarität und Fairness, Konfliktfähigkeit mit Mitmenschen im Spiel, Sport und Wettkampf wahr. Die Erziehung zur Fairness, die damit verbundenen Spielregeln, Werte und Normen, die im Sport gelten, der richtige Umgang mit Gegnern, aber auch der "gesunde" Umgang mit der eigenen Mannschaft kann sich der Sportler/die Sportlerin durch sportliche Betätigung aneignen. All diese Werte helfen dem Sportler/der Sportlerin sich in der Alltags -und Arbeitswelt leichter zurechtzufinden.
Der Sport kennt jedoch nicht nur "Fair Play", sondern auch "Foul Play" und nicht nur Integration sondern auch Diskriminierung. Die Praxis des Sports zeigt, dass das eine ohne das andere nicht gelernt werden kann. Ein Bewusstsein von Fairness und friedlichem Miteinander lässt sich nur entwickeln, wenn auch erfahren wurde, was unfair ist. Nirgends kann die Bedeutung von Regeln und des Aushandelns gemeinsamer Regeln für das Zusammenleben von Menschen so eindringlich vor Augen geführt werden wie im Sport. Allgemeiner gesagt entsprechen Regeln einem demokratischen Modell von Gesellschaft: nämlich für eine gemeinsame Sache nach klaren Regeln und in fairem Geist zu streiten und am Ende das Ergebnis zu akzeptieren.
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Unter materialien Erfahrung versteht man die Erfahrung mit Gegenständen, Dingen und ihre Beschaffenheit sowie die Erfahrung von Umwelt und Natur.
Für die sensomotorische Entwicklung eines Kindes sind diese Erfahrungen von besonderer Wichtigkeit. Gerade in der heutigen Umwelt verzerren Städte und klimatisierte Wohnblocks das Leben und erschweren das natürliche Gleichgewicht zwischen Umwelt und Mensch. Die unausweichliche Technisierung, Rationalisierung und Mechanisierung erschweren die natürlichen Bewegungsabläufe des Menschen. Folglich verkümmern natürliche Fähigkeiten und Bedürfnisse wie körperliche Geschicklichkeit, Bewegungsgefühl, Ausdrucksstärke bzw. Ausbildung der Muskalität. Einfache Fertigkeiten, wie beispielsweise Seilspringen oder Bälle fangen, die die Kinder früher bereits in die Schule mitbrachten, müssen heute oft mühsam in der Schule erlernt werden.
Spiel und Sport helfen den Menschen ihre natürlichen Bedürfnisse und Fähigkeiten über Körper und Bewegung nicht nur auszudrücken, sondern auch zu erlernen. Viele Sportstätten liegen in der freien Natur. Natur und Umwelt werden so erfahrbar. Zum Beispiel erleben Kinder und Jugendliche die Beschaffenheit von Schnee durch Skifahren, von Wasser und Wind durch Segeln oder Schwimmen, von Fels und Gestein durch Wandern und Bergsteigen.
Materiale Erfahrungen und ihre Eigenschaften erhalten Kinder und Jugendliche durch Dinge zwischen denen sie sich bewegen bzw. durch Dinge, die sie bewegen. Beispielsweise können Erfahrungen von allgemeiner Handhabbarkeit, Größe und Schwere von Bällen durch diverse Ballspiele gemacht werden. Sie können aber auch über Ski die gefahren werden, Ringe die gerollt werden, ein Fahrrad oder Segelboot das benutzt wird erfahrbar werden.
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Erfahrbare Lernformen im Segelsport
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Die Bedeutung der Koordination
Koordination hat in allen Bereichen der Bewegungsregulation einen hohen Stellenwert. Durch sie lassen sich Bewegungsabläufe schneller und leichter erlernen. Zusätzlich fördert sie einerseits die Automatisierung segelsporttechnischer Handlungen und schafft so Raum für wettkampfrelevante Taktik. Das heißt, weil sich der Sportler/die Sportlerin nicht mehr primär auf die einzelnen Handgriffe an Bord konzentrieren muss, kann das Hauptaugenmerk auf das taktische Wettkampfgeschehen gerichtet werden. Andererseits ermöglicht Koordination einen genaueren Krafteinsatz in Verbindung mit einer pointierten Entspannung, in den kurzen Pausen zwischen den einzelnen Wettfahrten.
Das "Segelgefühl" ("Feeling"), scheint ein Komplex aus vielen verschiedenen koordinativen Fähigkeiten zu sein. Bis heute bleibt es ein einzigartiges Phänomen des Segelsports. Die Forschung hierzu ist noch jung, weshalb sich schwer ernstzunehmende, wissenschaftliche Aussagen treffen lassen.
Die Bedeutung der Kondition
Jeder seglerischen Handlung liegt eine komplexe Struktur zugrunde. Folglich wird im Segelsport die Gesamtheit der konditionellen Fähigkeiten beansprucht und besonders Ausdauerfähigkeiten wie Grundlagenausdauer und Kraftausdauer bilden wichtige Voraussetzungen für den sportlichen Erfolg. Die Kraft- und Schnelligkeitsfähigkeiten sind hingegen sekundär. Die Maximalkraft ist zum Beispiel nur für das Aufrichten des Bootes nach einer Kenterung oder für das Bedienen der Winschen auf den "Big Boats" von Bedeutung. Die Schnelligkeitsfähigkeit ist Grundlage eines jeden seglerischen Manövers wie zum Beispiel der Wende, der Halse oder des Setzen des Spinnakers, einem Zusatzsegel auf dem Vorwindkurs. Im bloßen "in eine Richtung segeln" spielt Schnelligkeit im Normalfall keine besondere Rolle.
Ein nationaler und internationaler Segelwettkampf kann aus bis zu 16 Wettfahrten, mit je einer Dauer von fünfzig bis neunzig Minuten, bestehen. Dabei werden vollste Konzentration und körperliche Leistungsfähigkeit gefordert. Sofern die Windverhältnisse mitspielen, verbringen die Sportler/innen sechs bis acht Stunden täglich am Wasser, ohne hierbei Vor- und Nachbereitung zu Land hinzuzuzählen. Täglich finden bis zu vier solcher Wettfahrten statt. Die Kondition dient daher in erster Linie der Aufrechterhaltung der Konzentrationsfähigkeit. Im Segelsport ist der Fähigkeit zur Langzeitkonzentration gar nicht genug Bedeutung beizumessen. Sie ermöglicht eine konstant hohe Reaktions- und Handlungsschnelligkeit und verringert gleichzeitig technische und taktische Fehlleistungen, die sich im Endergebnis wesentlich auswirken.
Im Segelsport wird Kraftausdauer für Handlungen wie das Ausreiten bzw. das Trapezstehen und die Schotenbedienung benötigt. Dabei treten Beanspruchungen im Bereich der Arm- und Schultergürtelmuskulatur sowie in der Bein- und Hüftmuskulatur auf. Während der Bein- und Hüftbereich in einer weitgehend statischen Position verharrt, vollführt der Oberkörper wiederholt dynamische Bewegungen. Diese treten vor allem beim Aussteuern der Wellen mit dem Oberkörper auf.
Aufgrund der Beanspruchung der Bauchmuskulatur bei dynamischen Handlungen muss die Rückenmuskulatur, sowohl zur Stabilisation als auch zur Vermeidung muskulärer Dibalancen, mittrainiert werden.
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Neben dem Sportgerät haben geographische und meteorologische Faktoren hohen Einfluss auf Erfolg oder Nichterfolg. In Bezug auf die geographischen Faktoren variieren die Anforderungen nach Revier (offenes Meer, Bucht, Binnengewässer) und Revierverhältnissen (Wassertiefen, Wellenbild, Strömungsverhältnisse, Uferformationen). Zusätzlich fordern unterschiedliche Wind-, Wolken- und Frontsysteme sowie drehende und pendelnde Winde, Niederschlag und geringe Sichtweiten, unterschiedliche Handlungsweisen.
Der Segelsport ist von einem stark wechselnden Intensitätsverlauf geprägt, was auf die Vielfalt der natürlichen Einwirkungen innerhalb einer Wettfahrt zurückzuführen ist. So ist es etwa in der taktisch anspruchsvollen Nachstartphase und an den Bojen unerlässlich, viele Manöver zu setzen, die je nach den vorherrschenden Windverhältnissen, der angestrebten Strategie und der gegebenen taktischen Lage unterschiedlich auszuführen sind.
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Personale Leistungsfaktoren des Sportlers/der Sportlerin bzw. der Mannschaft tragen wesentlich zum Erfolg bei. Steuermann/Steuerfrau und Besatzung müssen sowohl im Denken als auch im Handeln exakt aufeinander abgestimmt sein, um sich im Spitzenfeld zu behaupten. Doch die genaue Aufgabenverteilung bei der Schiffsführung dient nicht nur einem guten Wettkampfergebnis, sondern auch der Sicherheit an Bord. Dazu zählt auch hohes Verantwortungsbewusstsein. Denn Fehler wie Unachtsamkeit können ungewollte Bootskollisionen verursachen, die nicht nur gefährlich sind, sondern auch sehr teuer enden können.
Besonders in der Nachstartphase und an den Bahnmarken konzentrieren sich sehr viele Regattateilnehmer/innen auf engem Raum. Mit der richtigen Taktik und Konzentration können in diesen Situationen viele Plätze gewonnen aber auch verloren werden. Aus diesem Grund heißt es, stets als Team zu harmonieren, um auf die Handlungen der Gegner/innen schnellst- und bestmöglich zu reagieren.
Hinsichtlich der psychischen Leistungs- und Verhaltenseigenschaften liegen die Schwerpunkte auf einer ausgeprägten Wahrnehmungsfähigkeit in Verbindung mit der Fähigkeit zur Langzeitkonzentration. Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen guter Grundlagenausdauer und gesteigerter Konzentrationsfähigkeit. Durch eine erhöhte Konzentrationsfähigkeit wird zum Beispiel die Aufmerksamkeit verlängert und gesteigert, wodurch der Segelsportler/die Segelsportlerin schneller auf plötzlich auftretende Bedingungsänderungen reagieren kann. Außerdem ist ein gewisses Maß an Fähigkeit zur Langzeitkonzentration auch deshalb im Segelsport unumgänglich, da ein Nachlassen der Konzentration, während einer Wettfahrt, leicht zu taktischen Fehlern und im schlimmsten Fall zu Kenterungen oder Kollisionen führen kann.
Oft wird der Segelsport mit dem Denksport Schach verglichen. Tatsächlich drängt sich dieser Vergleich bisweilen auf, denn vorausschauende strategische Überlegungen schon vor dem Start und deren taktische Umsetzung während der Wettfahrt, vom Start weg bis zum Durchfahren der Ziellinie sind mitbestimmend und oft ausschlaggebend für das Wettkampfresultat. Die Taktik variiert auf allen Kursen, bei unterschiedlichen geographischen und meteorologischen Einflüssen sowie von Wettfahrt zu Wettfahrt. Allein durch das gezielte Setzen von Manövern können den übrigen Regattateilnehmern wichtige Meter abgenommen werden, die über Sieg und Niederlage entscheiden. Diese Fähigkeiten kann sich der Segler/die Seglerin aber nur durch langjährige Erfahrung aneignen.
Gerade aufgrund der hohen Ansprüche an die Konzentrationsfähigkeit ist die Bedeutung eines mentalen Trainings im Rahmen der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung nicht zu unterschätzen.
Durch den Segelsport haben Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, sich selbst neu zu erfahren und zu merken, dass mehr in ihnen steckt, als sie bisher angenommen haben. Durch Anerkennen ihrer Leistung erlangen sie Mut, was ihnen durchaus auch in ihrer alltäglichen Lebenswelt behilflich sein kann.
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Zur materiellen Erfahrung zählt in erster Linie das Sportgerät selbst. Boot, Rigg und Segel unterscheiden sich von Klasse zu Klasse und können vom Sportler/der Sportlerin bis zu einem gewissen Maße eigenhändig verändert werden. Die genauen Richtlinien sind in den jeweiligen Klassenbestimmungen festgehalten und werden alle vier Jahre auf den neuesten Stand gebracht. Schon die geringste bautechnische Veränderung - erscheint sie noch so unbedeutend - beeinflusst die Geschwindigkeit des Bootes und damit den Erfolg. Die persönliche Leistungsfähigkeit des Sportlers muss auch die Gabe mit Experten, z. B. für Segelentwicklung, auf hohem Niveau zu kommunizieren, beinhalten.
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