Segelsport als ganzheitliche Ausbildung gesehen
Der Sportler/die Sportlerin erfährt nicht nur eine gezielte Sportausbildung, sondern auch eine parallel ablaufende Schulung in Erziehung, Bildung, Handlungsfähigkeit und Entwicklung. Die Gesundheit und das Wohlbefinden spielen natürlich auch eine wichtige Rolle.
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Relevant im Segelsport:
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Erziehen ist ein behutsames Begleiten und denkendes Mitwirken an dem, was im Zusammenleben der Menschen, also unabhängig von der Erziehung, von selbst geschieht.
Diese Tätigkeit und Teilhabe des Erziehers lässt sich verstehen als:
Behüten des Kindes, Auswahl seiner Lebenswelt; Gegenwirkung gegen Einflüsse von außen oder Neigung von innen, die dem weiteren Leben des Kindes schädlich sein könnte; Unterstützung seiner eigentümlich individuellen ebenso wie seiner sozialen Entwicklung.Das Ziel von Erziehung besteht demnach nicht nur in der Vermittlung von nützlichem Wissen und Können, von Fertigkeiten und Fähigkeiten, sondern vor allem auch in der Erziehung zur Selbstständigkeit und zur aktiven Auseinandersetzung mit der Umwelt. Es werden Handlungen und Prozesse verstanden, die einen Menschen positiv beeinflussen und ihn befähigen sollen, seine Möglichkeiten zu entfalten. Übertragen auf den Sport, spielt die Erziehung zur Fairness und Rücksichtnahme auf andere Gegner, das Erlernen der Fähigkeit Siege und Niederlagen gleichermaßen zu bewältigen, aber auch die Bereitschaft sich Herausforderungen zu stellen, eine große Rolle. Erzieherische Wirkung hat auch das soziale Umfeld, in dem Kinder und Jugendliche aufwachsen, beispielsweise die Mannschaft und der Verein. Strukturen, wie beispielsweise Clubs oder Verbände üben erzieherische Einflüsse aus, indem sie Kindern und Jugendlichen allgemeine institutionelle Rahmenbedingungen vorgeben.
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Unter sportlicher Bildung wird nicht nur Spiel, Sport, Bewegung verstanden und die damit verbundene Verbesserung von körperlicher Fitness, sondern auch die personale Verarbeitung von Erfahrungen in sportlichen Sinnzusammenhängen mit dem Ziel der Selbstgestaltung und Weltaneignung. Bildung ist - wie Erziehung - kein Zustand, sondern ein dynamischer und lebenslanger Prozess. Dabei steht die aktive Auseinandersetzung mit sich und mit den Gegenständen und Werten von Kultur und Gesellschaft im Vordergrund.
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Unter Handlungsfähigkeit im Sport wird zunächst ein Lernen verstanden, das den Menschen ermöglicht, innerhalb seines sportlichen Handlungsfelds Erfahrungen und Erkenntnisse in Bezug auf die jeweilige Sportart zu sammeln. Die daraus resultierenden Erkenntnisse kann der Sportler/die Sportlerin, durch das gemachte sportliche Erfahrungsfeld, in anderen Lebens- und Alltagsbereichen schließlich umsetzen.
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Unter Entwicklung ist in der Sportpsychologie eine Veränderung des Verhaltens, der Verhaltensmöglichkeiten, des Erlebens über die Zeit, orientiert am Lebensalter gemeint. Die individuelle Ausprägung ist dabei durch biologische Reifungsvorgänge und durch Lern-, Erziehungs- und Sozialisationseinflüsse beeinflusst. Die Entwicklung eines Menschen wird durch biologische Reifungsprozesse und Umwelteinflüsse ebenso geprägt wie durch Erziehung, Lernen und Sozialisation.
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Mit Sport werden hohe Erwartungen an Gesundheit und Wohlbefinden verknüpft. Daher sind sie zu zentralen Motiven des Sporttreibens geworden. Sportliche Aktivitäten erscheinen vielen Menschen als Möglichkeit, den Verlust an "Natürlichkeit" und Defizite im Umgang mit dem eigenen Körper auszugleichen. Obwohl der Wohlstand vieler Menschen in den entwickelten Industriestaaten gestiegen ist, fühlen sie sich trotzdem in ihre Gesundheit zunehmend mehr beeinträchtigt.
Unter Gesundheit wird ein körperliches, seelisches und soziales Wohlbefinden verstanden, wobei Faktoren wie gesunde Lebensführung, ökonomische und soziale Gegebenheiten das Wohlbefinden eines Menschen unterschiedlich stark beeinflussen. Es handelt sich bei Wohlbefinden um ein subjektives Gefühl von positivem Befinden. Faktoren wie erfüllte Erwartungen und Wünsche, positive emotionale Bindungen zu Menschen in naher Umgebung, deren Zuneigung und Liebe, berufliche Erfolge und soziale Anerkennung beeinflussen dieses positive Empfinden. Das Wohlbefinden und die Gesundheit hängen vom Verhältnis zum eigenen Körper ab. Wenn sich Menschen wohl fühlen, erleben sie sich als unbehindert. Sie nehmen den Körper weniger wahr und können sich ihrer Umwelt unbelastet und bewusst zuwenden. Treffen die oben genannten Faktoren nicht zu, fühlen sich Menschen körperlich, seelisch oder sozial beeinträchtigt. Folglich neigen viele Menschen dazu, ihr Wohlbefinden in Inaktivität, Zerstreuung und Ablenkung oder im Genuss von Alkohol, Nikotin, Drogen, Medikamente und üppigem Essen zu suchen. Kurzfristig können sie als angenehm empfunden werden, verhindern jedoch mittel- und langfristig das Wohlbefinden und beeinträchtigen die Gesundheit.
Aufgabe der Pädagogik ist daher, Schwerpunkte zu setzen, die das "richtige Wohlbefinden" erfahrbar machen. "Richtiges Wohlbefinden" bedeutet in diesem Zusammenhang, auf Dauer eine Erlebnisform für möglichst viele Menschen zu finden, die durch Eigenaktivität und Selbstgestaltung ein gesundes Verhältnis zwischen Körper und Seele herstellt. Eine wichtige Erlebnisform stellt beispielsweise der Sport dar. Er beruht auf Vielfalt und bietet für Menschen jeglicher Altersstufe und Geschlechts und mit unterschiedlichem Können viele Variationen an körperlicher und geistiger Betätigung an. Er macht das alltägliche Leben durch sportliche Aktivitäten ausgeglichener, befriedigender und gesünder.
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