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Anforderung an den Steuermann einer Einmannjolle

Beim Ausreiten werden vorrangig die Muskeln oberhalb des Knies, also die Muskulatur der Oberschenkel, der Bauchdecke und des Rumpfbeugers, beansprucht...

Ausreiten bedeutet, dass der Sportler/die Sportlerin sein/ihr Gewicht so weit wie möglich außer Bord verlagert, um einen Hebel zu erzeugen, der das Boot wieder in eine aufrechte Lage bringen soll. Der Segler/die Seglerin hängt sich hierbei mit den Füßen in den sogenannten "Ausreitgurten" ein, setzt sich so weit wie möglich über die Kante des Bootes und streckt den Oberkörper in einem etwa neunziggradigen Winkel zum Segel. Nimmt der Wind weiter zu, sind dem Sportler/der Sportlerin aber konstitutionell Grenzen gesetzt. Dann muss er/sie versuchen, durch Umtrimmen des Großsegels, sein/ihr zu geringes Gewicht zu kompensieren, was allerdings immer mit Geschwindigkeitsverlusten verbunden ist. Bei leichten Sportlern/Sportlerinnen kommt es früher zu diesem Zeitpunkt, während schwere Steuerleute noch längere Zeit mit optimalen Segeleinstellungen weitersegeln können.

Weil der Steuermann/die Steuerfrau einer Einmannjolle kein zusätzliches Gewicht an Bord haben darf, das konstitutionelle Nachteile kompensieren könnte, ist er/sie in jedem Fall auf sich selbst angewiesen. Aus diesem Grund ist die Position eines Steuermanns/einer Steuerfrau einer Einmannjolle mit Sicherheit auch die am körperlich Anspruchsvollste im Segelsport.

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