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Standort: Home. Seglerbereich. Bootsklassen. 420.

Der 420er

420Entwicklung und Ziele

Gebaut wurde der 420er erstmals 1959.  Ein Jahr später nahm die Firma Lanaverre in Frankreich die Produktion auf. Heute wird die Jolle von verschiedenen internationalen Herstellern, wie Nautivela, Rondar, Lenam, Ziegelmayer …, gebaut. In der Zeitspanne von 1960-2007 wurden über 52.000 420er registriert. Seit der Einführung des Spinnakers und des Trapezes im Jahr 1971 wurde die Bauweise des Bootes nur noch in Details verändert. Aufgrund der Sportlichkeit wurde das Boot zunehmend von der Jugend angenommen.  1971  wurde der 420er vom‚Weltsegelverband  (ISAF, damals IYRU)  zur Jugendnachwuchsklasse erklärt. Der Bootstyp ist 420er_grafikweltweit verbreitet und viele ausgezeichnete Segler/innen, Weltmeister, Europameister … steigen nach dem Optimist in diese Zweimannklasse um.

In Österreich wurde das Schiff von Dr. Michael Schwamberger (SC-AMS) eingeführt und ist seit langem  auch offizielles Jugend-Zweihandboot des Österreichischen Segel-Verbandes.

Design und Konstruktion

Der 420er hat eine Länge von 4,20 m, daher auch sein Bootsname. Das Boot weist  einen Tiefgang von 20 cm auf  (ohne Schwert und Ruder) und wiegt 80 kg. Es ist eine Gleitjolle  sowohl für männliche, weibliche als auch gemischte Mannschaften gleich gut beherrschbar. Besonders geeignet ist es als Vorstufe zum olympischen 470er, der zwar nur 30cm länger ist, jedoch in Fragen Trimm und Bootsbeherrschung mehr Können verlangt.

Das Rigg des 420ers besteht aus einem 6,26 m hohem Mast und dem 2,50 m langen Großbaum. Wanten, Salinge, Vorstag und Niederholer, Unterliek, Cunningham, Spibaumniederholer etc. bieten umfangreiche Trimmmöglichkeiten. 

Die Besegelung besteht aus Groß (ca 6,5 m²), der Fock mit ca. 2 m² und dem  etwa 9 m² große Spinnaker.

Aufgabenverteilung an Bord DSC_0397

Die Aufgabenverteilung von Steuermann und Vorschoter entspricht der aller klassischen 2-Hand-Jollen: Der Steuermann steuert das Boot und bedient das Großsegel. Auf Raumkursen zieht er den Spinnaker hoch und bedient  auch die Fock.

Der Vorschoter versucht  durch Gewichtstrimm und unter Einsatz des Trapezes das Boot aufrecht zu halten und bedient auf Am-Wind-Kursen die Fock. Auf Raumkursen bedient er den Spinnaker.

Die Taktik bei Regatten wird meist vom Steuermann bestimmt, bei manchen Crews jedoch auch vom Vorschoter. Beide achten darauf, das Boot immer so aufrecht wie möglich zu segeln.

Transport

Das Boot kann am Autodach transportiert werden. Bequemer ist allerdings der Transport mit einem 350 kg Trailer, der auch von einem Kleinwagen leicht gezogen werden kann.

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