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Standort: Home. Segelsport in der Schule.

Segelsport als Schulfach, na klar!!

Sport kann mit dazu beitragen, die Schule nicht nur als Pflicht, sondern auch als Lebens- und Bewegungsraum wahrzunehmen.IMG_1016

Neben dem verpflichtenden Sportunterricht im Stundenplan bieten viele Schulen zusätzliche Sportaktivitäten an. Es werden Wandertage, Projekte, Neigungsgruppen, zusätzliche Skikurse und Sportwochen angeboten. Manche Schulen beteiligen sich auch an Turnieren oder Wettkämpfen, die nach Alter, Geschlecht und Sportart ausgetragen werden. Viele kooperieren auch mit Sportvereinen und ermöglichen so ihren Schülern/innen interessante Sportaktivitäten.

Der Unterrichtsgegenstand Leibesübungen hat die Aufgabe, durch einen vielfältigen und bewegungsintensiven Unterricht zu einer umfassenden Persönlichkeitsentfaltung beizutragen ... zu sozialer Verantwortung gegenüber den Mitmenschen und der Umwelt zu erziehen und zur Selbstentfaltung und Selbstfindung des jungen Menschen beizutragen.

Der Bildungsgehalt drückt sich in Grundformen wie Spielen, Gestalten, Üben, Leisten und Wetteifern aus. Kinder und Jugendliche brauchen Spiel und Sport, weil sie in ihnen wichtige und unmittelbare Erfahrungen über Körper und Bewegung sammeln können. Diese Erfahrungen sind nicht nur für ihre körperliche, soziale und personale Entwicklung unverzichtbar, sondern auch für ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden.

Erreicht werden die genannten Ausbildungsziele durch Lehrplaninhalte wie die Steigerung von Kooperationsbereitschaft und Interaktionsfähigkeiten, Ausdrucks- und Gestaltungsfähigkeit und Gefühlsansprechbarkeit. Besonderer Wert wird auch auf die Förderung und auf das bewusste Erleben eines vielfältigen Bewegungspotenzials in alltäglichen und sportmotorischen Handlungsfeldern gelegt. Dabei werden grundlegende Bewegungseigenschaften wie Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer, Gewandtheit und Koordination ausgebildet. Auch wichtige Anregungen zur sinnvollen Freizeitgestaltung und verantwortlichen und kritischen Haltung bezüglich der Auswirkungen des Sports auf das Individuum, die Gesellschaft und die Umwelt werden gegeben.

  • Grundsätze im Sport und Bezug zum Lehrplan

    • Jedes Kind hat das Bedürfnis nach natürlichem und unterschiedlichem Bewegungsdrang, Spieltrieb und Leistungsverlangen, das sich individuell aus der Natur des Kindes und dessen Umgebung ausprägt. Lehrende von Sport und Bewegung müssen daher Rücksicht auf psychische und physische Voraussetzung nehmen. Gerade im kindlichen Wachstum ändern sich körperliche Merkmale wie Körpergröße, Gestaltwandel, Organe, geschlechtsspezifische Unterschiede sehr schnell, die eine individuelle Ausprägung kindlicher und jugendlicher Motorik mit sich führt. Auch psychische Faktoren wie Auffassungs- und Denkstruktur, Interessenentwicklung, Aktions- und Gesellungsformen und auch geistige Reife entwickeln sich unterschiedlich schnell.


    • Eine Folge von Kindgemäßheit ist die Individualisierung. Darunter werden Aspekte wie Achtung, Würde und Respekt vor jedem Individuum verstanden. Durch Rücksichtnahme und differenzierter Förderung wird jedes Individuum bestmöglich gefördert. So einfach dies klingt, desto schwieriger ist die konsequente Umsetzung in der Praxis. Die Herausforderung ist die, die Individualität eines jeden Kindes und Jugendlichen mit dessen Stärken und Schwächen innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens zu vergleichbaren Leistungsanforderungen heranzuführen. Im Sport gilt dies vor allem bei Wettkämpfen und Bewerben, in der Schule die gerechte Notenverteilung.


    • Zusammengehörigkeit ermöglicht eine gegenseitige Begegnung mit dem gemeinsamen Ziel, vereinte Leistung durch gegenseitige Toleranz und Rücksichtnahme zu entwickeln. Der junge Mensch lernt sich zu fügen aber auch sich einzufügen und Lebensaufgaben in Zusammenarbeit zu lösen. Durch gegenseitiges Vertrauen erwerben Gruppenmitglieder Mut, Verantwortungsgefühl und erfahren gegenseitige Hilfe während dem allmählichen Hineinwachsen in die Erwachsenenwelt.


    • Der Grundsatz der Lebensnähe besagt, dass die ganzheitliche Lebenssituation immer vor diversen Sachforderungen bedacht wird. Ausgegangen wird dabei von bereits gemachten Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen. Im bildlich übertragenen Sinn wird der junge Mensch dort abgeholt bzw. es wird mit neuem Wissen dort angeknüpft, wo er gerade steht. Jeder sportliche Unterricht mit dem Ziel der Leibeserziehung schränkt die freie Äußerung von Bewegungs-, Tätigkeits- und Spielwillens von Kindern und Jugendlichen und somit die lebensnahe sportliche Entwicklung ein. Erziehung bedeutet in diesem Sinn, eine ausgewählte Übungsanordnung und Auswahl, die von Erwachsenen bedacht und vorgegeben wurde. Unter lebensnahem Sportunterricht wird daher ein Unterricht verstanden, der dem jungen Menschen Raum und Möglichkeiten in der Umwelt schafft um leibliche Fähigkeiten, Kräfte und Geschicklichkeit so lebensnah und natürlich wie möglich, anbieten zu können.


    • Die Gliederung einer Übung in Lernschritte gibt dem Kind die Möglichkeit, jeden dieser Schritte als Erfolg zu sehen. Je jünger die Kinder sind, desto kürzer müssen die Schritte von einem Erfolg zum nächsten Erfolg sein.

      Kinder brauchen Erfolgserlebnisse, die selbstständig erkennbar und feststellbar sind. Durch den Erfolg wächst die Motivierung und Aktivierung im Menschen. Im Gegensatz zu Erwachsenen ist es für Kinder jedoch schwierig langfristige Ziele zu erreichen. Es ist daher wichtig, Hauptziele in Teilschritte zu gliedern, damit auch Teilerfolge für junge Menschen erkennbar werden. Somit stellt sich Leistungsoptimismus und die Motivation das Hauptziel zu erreichen ein. Übungen müssen daher methodisch so aufgebaut werden, dass eine Erfolgssicherung für das Individuum entsteht.

      Dies kann durch die Formulierung des Übungsauftrags als Frage oder Forderung erfolgen. Folgendes Beispiel soll den Gedankengang verdeutlichen: "Wer schafft es, 2m weit zu springen?" oder "Springe jetzt 3m weit!" Formuliert man den Übungsauftrag als Frage, erlaubt er nicht nur das Gelingen sondern auch das Misslingen. Denn wenn die Übung misslingt, hat das Kind nicht versagt, sondern es befindet sich am Weg zum Ziel. Des weiteren weckt die Formulierung als Frage das Interesse der Kinder und motiviert sie einen schwierigen Übungsauftrag zu lösen. Anfangserfolge und somit Teilerfolgserlebnisse lösen dabei Motivation und Aktivierung aus.


    • Um einen aktiven und motivierenden Prozess im Menschen auszulösen, sind nicht nur Erfolgserlebnisse in Übungsabläufe einzubauen, sondern es bedarf auch nach einer korrekt verbalisierten Zielformulierung. Der Mensch hat ein Recht zu erfahren, warum und wofür er sich anstrengen soll. Zu unterscheiden sind langfristige und kurzfristige Ziele, die so gesteckt werden, dass sie realistisch und mit Anstrengung erreicht werden können. Allgemeine Zielformulierungen sind dabei zu vermeiden. Wie bereits erwähnt, sollten kurzfristige Ziele für Kinder und Jugendliche im Vordergrund stehen, da sie durch schnell erzielbare Erfolgserlebnisse die Basis für langfristige Ziele bilden.